Breuberg und Umgebung

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Breuberg

Im nördlichen Odenwald an der Bundesstraße 426 gelegen, so stellt sich die Stadt Breuberg vor: als Stadtgefüge jung - aus historischer Sicht aber alt.

Durch einen Grenzänderungsvertrag im Zuge der Gebietsreform im Lande Hessen haben sich im Jahre 1971 die bisher selbstständigen Gemeinden Sandbach, Hainstadt, Wald-Amorbach und die ehemalige Stadt Neustadt, der sich kurz vorher die Gemeinde Rai-Breitenbach mit dem Weiler Mühlhausen angegliedert hatte, freiwillig zusammengeschlossen. Die in der Mitte dieses Gemeinwesens gelegene Burg Breuberg gab der neuen Stadt ihren Namen.

Die Kernburg wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts als Vogteiburg der Abtei Fulda auf dem Bergkegel über der Mümling errichtet. Bauten mit romanischen und gotischen Elementen zeigen, daß die Herren von Breuberg Macht und Kunstsinn miteinander verbanden. Die Nachfolger der Breuberger waren um 1500 die Grafen von Wertheim, die die Burganlage erheblich erweiterten und zu einer befestigten Residenz mit Graben und Bollwerken ausbauten.
Die steinerne Plastik eines Landsknechtkopfes am rechten Pfeiler des Burgtores empfängt den Besucher mit herausgestreckter Zunge. Im Volksmund ist dieser "Breilecker" Sinnbild einer Sage aus dem 16. Jahrhundert. In Wahrheit handelt es sich bei dieser Plastik um einen sogenannten "Trutzkopf", der den ungebetenen Gast verspotten soll. Im frühen 17. Jahrhundert wurde von dem mitregierenden Grafen Johann Casimir von Erbach das nach ihm benannte Residenzgebäude im Renaissancestil gebaut. Der Festsaal wurde mit einer Stuckdecke ausgeschmückt, die bis zum heutigen Tage noch sehr gut erhalten ist. Als Eigentümer der Burg Breuberg kann sich das Land Hessen glücklich schätzen, denn sie zählt zu den besterhaltenen Burgen im süddeutschen Raum.

Ein Landschaftsmuseum in der Burg zeigt vieles aus der Geschichte des Breuberger Landes. Heute befindet sich in der Burg eine moderne Jugendherberge mit derzeit 139 Betten, die von Schul-, Jugend- und Wandergruppen immer wieder gern besucht wird, was die hohen Belegungszahlen jährlich ausweisen. Im Jahre 1981 wurde im Burghof ein zum Breubergmuseum gehörendes Feuerwehrmuseum eröffnet.

Einwohner: (Stand 30.06.1997) 7.916 Stadtplan
Gemarkung: 3076 ha
Höhe: 160 - 220 m
Postleitzahl: 64747
Telefonvorwahl: 06163 und 06165
Bürgermeister: Günter Verst

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Darmstad-Dieburg

 

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Bayern

Land und Leute

"Herrlichstes Land, erstrahlend in Anmut, überreich an Wäldern, fruchtbar an Wein, ergiebig an Eisen, an Gold und Silber und Purpur; die Männer hochgewachsen und strotzend in Kraft, aber gutmütig und handsam; das Erdreich gesegnet mit Garben, Zugvieh und Herden, so viel, daß sie fast den Boden bedecken; auch das Bergland fruchtbar und für die Weide bereit; gute Kräuter im Überfluß; die Wälder prachtvoll besetzt mit Hirschen und Elchen und Auerochsen, mit Gemsen und Steinböcken und mit Wildzeug aller Art."

(Bischof Arbeo von Freising, im 8. Jahrhundert)


Maibaum
Bayern - im Herzen von Europa

Bayern liegt im Mittelpunkt Europas. Nahe bei Waldsassen in der Oberpfalz ist noch heute jener Stein zu sehen, den Napoleon 1805 setzen ließ, um die "Mitte Europas" zu kennzeichnen. Brüssel, Mailand, Wien, Budapest, Prag, Paris, Rom oder Zürich sind von Bayern aus in kurzer Reisezeit zu erreichen. Kein Wunder, daß der Freistaat einer der wichtigsten europäischen Knotenpunkte für Luftfahrt, Eisenbahn- und Straßenverkehr wurde.

Bayern: das flächengrößte Land der Bundesrepublik Deutschland. Auf 70554 Quadratkilometern leben und arbeiten rund 12 Millionen Menschen. Die Landesgrenzen sind 2733 Kilometer lang, was einer Entfernung von München bis Moskau (Luftlinie) entspricht.

Nachbarn sind: im Westen und Nordwesten die Länder Baden-Württemberg und Hessen, im Norden Thüringen und Sachsen, im Osten die Tschechische Republik, im Süden Österreich.

Die bayerische Landschaft zeichnet sich durch ihre große Vielfalt aus. Vier natürliche Großlandschaften sind hier vereint:

Die Bayerischen Alpen

Berge

Zu ihnen zählen die Allgäuer Hochalpen, das Wettersteingebirge, das Karwendelgebirge und die Berchtesgadener Alpen. Die fast durchwegs über 2000 Meter hohen Gipfel bilden ein faszinierendes Panorama. Alle überragend: Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze mit 2964 Metern. Im geologischen Sinne gehören diese Regionen zu den Nördlichen Kalkalpen. Liegen hier weite Teile über der Waldgrenze, so bleiben die schwäbisch-oberbayerischen Voralpen meist darunter.

Das Alpenvorland

Es reicht von den Alpen bis zur Donau und findet seine Grenzen im Westen am Bodensee sowie im Osten am Zusammenfluß von Salzach und Inn.

Die Landschaft ist besonders durch die oberbayerische Seenplatte geprägt. Der Starnberger See mit 57,2 km2, der Chiemsee mit 8o,1 km2 und der Ammersee mit 47,6 km2 kennzeichnen das abwechslungsreiche Bild dieser Region. Zusammen mit vielen kleineren Seen und den Mooren bietet das Alpenvorland ideale Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten. Fichtenwälder, Ackerland und Heideflächen bestimmen das Landschaftsbild der im Norden an die seenreiche Moränenlandschaft anschließenden Schotterfluren. Längs der Donau erstrecken sich die Becken des Donaurieds, des Donaumooses und des Gäubodens, der Kornkammer Bayerns.

Das Ostbayerische Mittelgebirge

Von Passau und Regensburg aus erhebt sich das Mittelgebirge des Bayerischen Waldes bis hin zur Landesgrenze Tschechiens. Typisch für die aus Urgestein aufgebaute Landschaft sind Bergwälder, Karseen und einige beherrschende Gipfel wie Arber (1457 Meter) und Hirschenstein (1095 Meter). Hier liegt der "Nationalpark Bayerischer Wald" - übrigens der erste in der Bundesrepublik Deutschland. Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge und Frankenwald setzen mit ihrer herben Schönheit diese Landschaft nach Norden fort.

Das Schwäbisch-fränkische Schichtstufenland

Das Obermainisch-oberpfälzische Hügelland leitet vom Oberpfälzer Wald her zur Fränkischen Alb über. Diese von tief eingeschnittenen Tälern und bizarren Felsgebilden geprägte Landschaft erstreckt sich vom Main bei Lichtenfels bis zur Donau hin.

Dem Alb-Vorland schließt sich das Mittelfränkische Becken an, aus dem die Fränkische Landstufe mit der Frankenhöhe, dem Steigerwald und den Haßbergen steil emporragt. Vom Grabfeld im Norden über das Main-Dreieck bis in den Ochsenfurter Gau reicht die Fränkische Platte. Jenseits der fruchtbaren Niedermainebene erhebt sich der Spessart. Er bildet zusammen mit der im Nordosten anschließenden Hochfläche der Rhön die natürliche Grenze zu Hessen.

Flüsse in Bayern

Ein alter Schülerreim: "Iller, Isar, Lech und Inn fließen rechts zur Donau hin. Altmühl, Wörnitz, Naab und Regen fließen links dagegen." Viele Flüsse durchziehen den Freistaat Bayern, die längsten sind die Donau (387 Kilometer) und der Main (411 Kilometer).

Von den zahlreichen Alpen- und Voralpenflüssen, die von Süden in die Donau münden, sind die Isar (263 Kilometer) und der Inn (218 Kilometer) die wichtigsten. Das Fichtelgebirge bildet übrigens die europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer.

Das Klima: "Heiter bis wolkig"

Die Barometer im Land stehen häufig auf "wechselhaft", weil Bayern durch die Lage im Westwindgürtel der Erde ständig wechselnden Hoch- und Tiefdrucksituationen ausgesetzt ist.

Das angenehmste Klima verzeichnet die Statistik im Nordwesten des Landes und im Mittleren Maintal. Nach Südosten zu wird das Wetter kontinentaler mit stärkeren Temperaturschwankungen. So hat Bad Reichenhall 108 Frosttage im Jahresmittel, Augsburg nur 101.

Die Sonne lacht im bayerischen Süden mehr als im Norden. So sind in Freising durchschnittlich 1523 Stunden Sonnenschein zu verzeichnen, während in Würzburg jährlich 1357 Stunden gemessen werden. Dafür regnet es im Luftstau vor der Alpenkette mehr als in Nordbayern. Im Jahresdurchschnitt fallen in Oberstdorf etwa 1800 Millimeter, in Nürnberg lediglich rund 700 Millimeter Niederschläge.

Der Wind, der hauptsächlich aus Südwest bis West kommt, bläst im Norden stärker als im Süden. Ein besonderes Lüftlein weht in Oberbayern, vor allem im Frühling und im Herbst: der Föhn. Obwohl er als Verursacher von Kopfschmerzen, Mattigkeit und Gereiztheit angeprangert wird, sorgt er doch auch für eine rasche Schneeschmelze und die berühmte Fernsicht auf die Alpen. Seine trockenen und warmen Luftmassen entstehen aus Kaltluftströmen, die die Alpen unter erheblichen Niederschlägen von Süden her überqueren.

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Odenwald

Die Geburtsstunde der Gebietskörperschaft Odenwaldkreis (bis 1972 Landkreis Erbach) schlug im Jahre 1822: Mit einer Veröffentlichung im Großherzoglich Hessischen Regierungsblatt vom 17. Juni 1822 wurde für die Herrschaft Breuberg mit den Ämtern Habitzheim und König ein Landrats- und Landgerichtsbezirk Breuberg mit Sitz in Neustadt bzw. Höchst im Odw. und für die Gräflischen Erbach-Erbacherischen und Erbach-Fürstenauischen Ämter ein Landratsbezirk Erbach mit Sitz in Erbach geschaffen.
Durch kleinere und größere Gebietsreformen ist die Fläche des Kreises verändert worden, so zuletzt 1972, als die Gemeinden Brensbach, Fränkisch-Crumbach und Wersau aus dem Landkreis Dieburg und Laudenau aus dem Kreis Bergstraße hinzu kamen. Durch Zusammenlegung verringerte sich die Zahl der Gemeinden von 93 auf 15. Der Landkreis Erbach nahm den landschaftsbezogenen Namen "Odenwaldkreis" an.
Die Geschichte des Odenwaldkreises reicht nachweislich bis in die Hallstattzeit (800 v. Chr.) zurück. Bedeutend für die spätere Besiedlung des Kreises war letztlich der Bau des Limes, den die Römer vor 2000 Jahren zwischen Main und Neckar in einer Länge von 70 km als Schutz gegen die Germanen anlegten. 80 Wachtürme und verschiedene Kastelle sicherten zu jener Zeit die Grenze des römischen Weltreiches.
Im Jahre 1232 übergab Kaiser Friedrich II. dem Erzbischof Siegfried von Mainz und seinen Nachfolgern das Kloster Lorsch einschließlich aller Untertanen und Besitzungen, die im Odenwald lagen. Das Kloster sollte somit nach dem Willen des Kaisers und nach Bestätigung durch den Papst Gregor IX. dem Erzstift Mainz gehören. Die Pfalzgrafen bei Rhein erhoben jedoch bald Anspruch auf Anteile an den Besitzungen des Klosters.
Das Geschlecht der Schenken - später Grafen - zu Erbach konnte bei den Streitigkeiten um die Vormachtsstellung zwischen Mainz und Pfalz ihren Nutzen ziehen. Zu Anfang des 14. Jahrhunderts dienten sie nicht nur den Pfalzgrafen, sondern auch dem Mainzer Erzbischof. 1532 wurde dann die Herrschaft Erbach von Kaiser Karl V. zur Reichsgrafschaft erhoben. Bis 1806 wurde unser Landstrich durch die verschiedenen Grafenhäuser geprägt. Danach beginnt die eigentliche Geschichte unseres Landkreises.

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Starkenburg

Besonderes Kennzeichen der Region Starkenburg ist ihre Lage zwischen der Agglomeration Rhein-Main und dem Verdichtungsraum Rhein-Neckar bzw. ihre partielle Zugehörigkeit zu beiden Räumen. Sie fungiert dabei als wichtiges Bindeglied und ist sowohl mit Rhein-Main als auch mit Rhein-Neckar vielfältig verflochten.
Als südlicher Teil des Regierungsbezirkes Darmstadt (Bundesland Hessen) umfaßt Starkenburg die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und den Odenwaldkreis sowie die kreisfreie Stadt Darmstadt als Oberzentrum.

Als südlicher Teil des Regierungsbezirks Darmstadt (Bundesland Hessen) umfaßt Starkenburg die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und den Odenwaldkreis, sowie die kreisfreie Stadt Darmstadt als Oberzentrum

Die Region grenzt an drei Bundesländer; im Westen an Rheinland-Pfalz, im Osten an Bayern und im Süden an Baden-Württemberg. Sie hat eine Flächengröße von 2577 qkm und ca. 1 Mio. Einwohner. Der Westen liegt im Rheingraben, der Osten zählt zur Mittelgebirgslandschaft des Odenwaldes, der nördliche Teil zur Untermainebene.

Bei der Region Starkenburg handelt es sich um eine historisch gewachsene Region mit einer eigenen landschaftlichen und kulturellen Identität sowie einer gemeinsamen Tradition seit dem 15. Jahrhundert. Sie hat sich zu einem eigenständigen, zukunftsträchtigen Wirtschaftsraum entwickelt und zählt heute zu den prosperierenden Räumen in Deutschland. Aufgrund der intakten Naturräume und der landschaftlichen Attraktivität ist Starkenburg zudem in besonderem Maße als Wohnstandort sowie als Freizeit- und Naherholungsraum nachgefragt.

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